Im Deutsch-Französischen Krieg kämpften die deutschen Staaten gegen Frankreich. Auslöser war der Streit um die spanische Thronkandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen. Der Krieg begann im Juli 1870 und endete im Mai 1871 nachdem die Deutschen Paris eingenommen hatten. Frankreich musste unter anderem Elsaß-Lothringen abtreten. Nach diesem Krieg erst bildete sich das Deutsche Reich und die Erzfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich wurde nur noch tiefer.
In Köln wurde zwar nicht gekämpft, aber Köln war immer Lazarettstadt und so kamen viele französische Kriegsgefangene, die verwundet waren, in Kölner Lazarette. Viele von Ihnen starben und so wurden auf Melaten 515 französische Soldaten in einem Gräberfeld bestattet. Ein Jahr nach dem Krieg, 1872, bat das unterlegene Frankreich darum, für seine gefallenen Soldaten ein Ehrenmal errichten zu dürfen. Vor allem Pfarrer setzten sich dafür ein und so stimmte der Kölner Bürgermeister dem Anliegen zu. Geschaffen wurde das Denkmal vom Kölner Steinmetz Johann Baptist Berger. Auf dem Kreuz steht der Text: „Errichtet von ihren Landsleuten zum Andenken an die 1870/71 gestorbenen französischen Soldaten. R.I.P.“
Zwei Dinge daran waren besonders. Ein Ehrenmal für gefallene deutsche Soldaten gab es da noch nicht auf Melaten, das kam erst später.
Und trotz dieser tiefen Feindschaft erlaubte man nicht nur, das Kreuz aufzustellen, sondern die Kölner kümmerten sich selbst darum und Kölner Bürger sammelten Geld für das Kreuz. Eine sehr versöhnliche Geste.
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